Wie man sich das Leben einfacher macht!

1) Schothorn- und Unterliekspannung mit Bein und Armen

2) Segelwahl

3) Brettwahl

4) Trapez

5) Fussschlaufen

6) Lagerung und Pflege

Urnersee, Gruonbach

1) Spannung mit Bein und Armen:

Die Shothorn- und Unterliekspannung beim Auf- und Abriggen meistert man am einfachsten im Sitzen. Probiert es aus, Ihr werdet es nie wieder anders machen! Wenn die Hände dabei schmerzen, nehmt euer Trapezhaken zur Hilfe. Den Tampen einpaar mal rumwickeln und fertig. Auch Steine und stabile Holzstücke eignen sich dafür.

2) Die richtige Segelwahl:

Grundprinzip: Grosses Segel für wenig Wind, kleines Segel für mehr Wind. Die Segelgrössen gehen von 1.8 bis 13m2 in 0.1m2 Schritten. Zudem wurden die Segel auf diverse Disziplinen verarbeitet. Eine Materialschlacht ist aber nicht nötig wenn man das Segel richtig trimmt. Je stärker der Wind weht, desto mehr Schothorn und Unterliek Spannung. Die obige Sitzposition beim trimmen bietet einen zusätzlichen wichtigen Vorteil: Bester Blick auf das Segelprofil für perfekter Feintrimm. Bei der Schothornspannung achtet auf den Bauch des Segels: Je weniger Wind, desto bauchiger. Je mehr Wind, desto straffer/härter (beliebt bei Freestyler). Bei der Unterliekspannung achtet auf das Segeltop: Je weniger Wind, desto straffer das Top. Je mehr Wind, desto mehr Looseleach (lockeres Top). Tipp für Anfänger: Ein leichtes Segel macht das Leben leichter! Top Trimmtipps vom Profi mit allen Details soll euch nicht verwirren, wichtig ist vorallem die Gabelbaumhöhe.

 

3) Die richtige Brettwahl:

Grundprinzip ist ähnlich wie bei den Segeln. Man spricht aber nicht von m2 (Segelfläche) sondern vom Volumen in Liter. Die Boardpallette auf dem Markt ist ebenso imens, und sie wächst ständig. Von 50 Liter Waveboards geht es aufwärts bis 250 Liter Schulungsbretter. Dazwischen befinden sich noch Freestyleboards, Freerideboards, Longboards, SUP (Stand Up Paddling) und Formulaboards. Surfbretter werden von den meisten Anbietern in mehreren Bauweisen angeboten welche sich Preislich enorm unterscheiden. Anfängern raten wir dringent eine Beratung an! Tipp für Anfänger: Ein Board welches kurz, breit und mit einem Schwert Klappschwert bestückt ist macht das Leben leichter!

 

4) Das Trapez:

Das Trapez ist der beste Freund des Surfers. Denn dank dem Trapez spart man Kräfte und geniesst deshalb viel viel mehr Zeit auf dem Wasser. Beim Kauf eines Trapezes stellt man sich die Frage ob Hüft- oder Sitztrapez. Wir empfehlen allen Einsteigern das Hüfttrapez, da der Haken höher ist und es bequemer und schneller anzuziehen ist. Das Hüfttrapez entlastet den Rücken und belastet die Beine. Das Sitztrapez hingegen belastet den Rücken und entlastet die Beine. Sitztrapeze werden vorallem in den Disziplinen Formula, Speed gefahren. Freestyler und Waver wählen das Hüfttrapez. Tipp für Anfänger: Es braucht keine 4 Windstärken um das Trapezfahren zu lernen. Macht euch bereits bei 0 Bft. mit dem Trapez vertraut. Ein- und gleich wieder aushaken. Wenn das klappt, bleibt hängen und lässt abwechslungsweise die Hände los. Um Ängste zu überwinden empfehlen wir euch eingehakt vorne wie auch hinten abzufallen und euch bewusst aus der Lage zu befreien. Wer unsicher ist soll dies beim ersten Mal aber nicht unbeaufsichtigt machen.

 

5) Die Fussschlaufen:

Um das Brett in der Gleit- wie auch Flugphase unter Kontrolle zu halten, ist jedesBoard mit drei (Freestyle/Wave) oder vier (Freeride) Fusschlaufen bestückt. Bei den meisten Boards kann man die Fussschlaufenpositionen ändern um einen idealen Trimm zu erreichen. Tipp für Anfänger: Surft ihr mit einem Schwertboard? Dann klappt das Schwert mit dem Fuss ein sobald Ihr eine Windböe erwischt und positioniert die Füsse etwas näher ans Heck. So kommt ihr dem Funboardfeeling etwas näher und müsst euch nicht voreilig mit einem Funboard rumärgern.

 

6) Lagerung und Pflege:

Wenn ein Segel stehend gelagert wird, dann sollte man um Knicke im Monofilm zu vermeiden darauf achten, dass das Segel zusammengerollt mit der Masttasche nach unten steht. Nach dem Gebrauch im Salzwasser sollte das Segel mit Süsswasser kurz abgespühlt werden. Danach empfiehlt es sich das Segel ein paar Minuten trocknen zu lassen. Ein Board fühlt sich in einem Boardbag am wohlsten. Finne und Mastfuss empfiehlt es sich für längere Lagerung abzumontieren. Tipp für Anfänger: Kauft erst dann "teureres" Material wenn ihr gelernt habt ein Segel problemlos im Wind zu hantieren und ein Board vom Autodach bis zum Seeufer/Strand zu tragen ohne dass die Köpfe eingeschlagen werden.