Versucht es mal auf diese Art!

1) Vorfahrt

2) überholen

3) paddeln

4) woher kommt der Wind

5) anluven

6) abfallen

Hallwilersee, Seengen

"Je stärker der Wind, desto dynamischer die Moves!"

1) Wer hat vorfahrt?

Es gibt simple Regeln. Wenn sich zwei kreuzen hat der Surfer mit der rechten Hand vorne Vorfahrt. D.h. der Surfer mit der linken Masthand "muss" ausweichen. Begegnet ihr einem motorisierten Fahrzeug, überlasst ihm den Vortritt.

 

2) Wie überholen?

Überholen sollte man immer im LEE. Aus diesem Grund, dass der Surfer welcher überholt wird den Überholer durch sein Segelfenster sieht.

 

3) Paddeln

Paddeln ist einfach wenn man weiss wie und hat sogar einige Vorteile: 1. das Paddeln wird mit der Zeit immer weniger, 2. Paddeln ist eine super Fitness. Am einfachsten legt man das Segel auf das Heck, bestenfalls mit dem Gabelbaum auf dem Heck. Die Füsse legt man zur Stabilisierung links und rechts unters oder übers Segel. Paddelt gleichmässig und mit langen Armzügen. Kontrolliert bei längeren Strecken, ob das Segel noch schön über dem Heck liegt. Auf diese Weise spart ihr extrem viel Energie! Wichtig: paddelt immer direkt in die Windrichtung!

 

4) Woher kommt der Wind?

Vor dem Einwassern ist es ratsam die allgemeine Wettersituation zu beobachten. Woher der Wind kommt ist einfach festzustellen. Schaut auf die Segel der Windsurfer oder Segelboote, Fahnen, Flugrichtung von Sand oder Blätter. Die effektivste Lösung ist aber die Grundstellung. Haltet das Segel genau mittig am Mast oder an der Startschot mit langen Armen fest. Der Wind richtet Brett, Surfer und Segel so, dass er direkt in den Rücken des Surfers weht. Von dort kommt der Wind. Nebeneffekt: in dieser Stellung ist die Fahrtrichtung sichtbar.

 

5) Kreuzen (anluven)

Beim erfolgreichen anluven ist die Segel- und Körper- (später auch Brett-) Stellung sehr entscheident. Schiebt die Segelhand nach vorne und das Rigg mit gestreckten Armen nach hinten. Da die Segelhand nun weiter vorne ist, öffnet sich das Segel automatisch in den exakten Winkel. Kontrolliert mit einem kurzen Blick zum Heck, ob ein Pizzastück zwischen Schothorn und Heck in die Lücke passt. Danach aber wieder in die Fahrtrichtung schauen, denn das Board luvt sofort an. Gewöhnt euch an diese bequeme Stellung, denn wenn ihr mal überpowerd seid könnt ihr so mal etwas ausatmen. Tipp: luvt an bis das Brett gegen den Wind steht und schaut ihm in die Augen!

 

6) Abfallen

Abfallen ist in allen Ansichten das totale Gegenteil vom anlufen. Einfach gesagt schiebt man das Segel resp. den Mast nach vorne. Aber es müssen noch viele Faktoren berücksichtigt werden um dieses "wichtige" Manöver zu beherschen. Je stärker der Wind, desto schwerer das Segel. Kurz vor Gleitwind wird das Segel enorm schwer, wenn man es mit der falschen Körperstellung hält. Um den nötigen Gegendruck stand zu halten, plaziert man die Füsse weiter zum Heck und geht etwas in die Knie. Schiebt das Segel nach Vorne und Luv. Wenn euch das Segel aus der Hand reisst und ihr schnellstmöglich aus dieser Lage raus möchtet, löst die Segelhand. Versucht aber wieder anzuluven. Beim Üben dieses Vorgangs bei Gleitwind und etwas Fusssteuerung lernt ihr das Carven und die Vorstufe der Powerhalse und schnellen Wende.