Ist Windsurfen gefährlich?
Balz: "Windsurfen ist nur so gefährlich wie man es sich selber gestaltet. Wer bei Schneesturm es nicht lassen kann den Wetsuit zu sässen, geht viel Risiko ein. Wer jedoch bei angenehmen 30°C zu einem gemütlichen Freerideturn ansetzt, geht keine Gefahr ein. Windsurfen ist enorm unterschiedlich, je nach Bedingungen oder Disziplin. Das beste dabei ist, dass Wasser mit welchem wir Surfer spielen flüssig und weich ist. So bereiten Stürze im Vergleich zu anderen Sportarten weniger Schmerzen!"
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1) Schwimmweste
2) Helm
3) Surfschuhe
4) Neoprenanzug
5) vom Brett fallen
6) Blitzschlag
7) Offshorewind
8) Krampf
1) Muss man eine Schwimmweste tragen?
Jein. Beim Windsurfen sprechen wir übrigens von Schwimmhilfen und nicht von Schwimmwesten. Schwimmhilfen sind in der Schweiz nicht obligatorisch. Wer schlecht schwimmt soll aber auf jeden Fall die Reife haben, eine Schwimmhilfe tragen zu wollen. Wenn er dies nicht möchte, kriegt er bei uns nur Privatunterricht in einem Schwimmbecken. So sind nun mal unsere Regeln!
2) Muss man einen Helm tragen?
Natürlich nicht. Einen Helm ist höchstens für Risikofreudige Hardcoresurfer oder Surfer in der Brandung sinnvoll. Wer sich aber zum ersten mal an den Loop wagen möchte, soll sich so gut schützen wie möglich. Der Mast fällt eigentlich nie auf den Kopf, ist aber nicht auszuschliessen. Wer zum ersten mal auf einem Brett steht, könnte sich den Mast beim stürzen selbst an den Kopf schlagen, da er ihn mit der Masthand nicht losläst. Dazu mehr ein paar Zeilen weiter unten.
3) Wovor schützen Surfschuhe?
Vor Wandermuscheln, scharfe Steine, kaputte Bierflaschen, Seeigeln u.s.w. Nachteil ist aber sicher das Feeling. Die Fusschlaufen fühlen sich mit Neoprenschuhen nur halb so fluschelig an als Barfuss.
4) Wovor schützt ein Neoprenanzug?
Der Neoprenanzug schützt vor Kälte und Sonne. Auch im Sommer, da wir ja ständig im Wind stehen. Ein Lycra hingegen schützt nur vor UV Strahlen. Im Anzug drin kann er sich kalt und unangenehm anfühlen wenn er feucht ist.
5) Wie fällt man vom Brett?
Am besten bleibt ihr mit den Händen an der Gabel. So werdet ihr euch automatisch mit dem Wasserstarten vertraut machen. Wer Angst hat unter dem Segel zu tauchen, soll dies vorher üben: Taucht unter dem Segel durch, provoziert einen Sturz nach hinten (LUV). Habt keine Angst vom runterfallen und akzeptiert die Stürze. Denn sie gehören dazu und fördern die Entwicklung eurer Fähigkeiten.
6) Kann mich ein Blitz treffen?
Die Wahrscheinlichkeit ist relativ gering. Vergesst aber nicht, der Mast ist ein optimaler Fänger. Daher surft nicht wenn es blitzt, wartet bis das Gewitter vorbeigezogen ist oder verschiebt eure Surfsession. Achtet euch zudem auf Gewitterwolken, wenn sie auftauchen seit achtsam. Bei der Sturmvorwarnung (90U/min) sollten die Anfänger an Ufernähe bleiben. Wieso nicht die Erfahrenen? Weil die (hoffentlich) genau wissen wie sie in Sturmsituationen (mit oder ohne Wind) wieder heil und schnell ans Ufer kommen. Wenn aber die Sturmwarnung (120U/min) ist, sind alle am Ufer!
7) Offshorewind
Spiegelglattes Wasser, keine Surfer und bei schönem Wetter wunderschöne Wasserfarben. Solche Momente können für Anfänger zum Verhängnis werden. Prüft ob der Wind ablandig ist, wenn ja, vergleicht eure Fähigkeiten mit den Verhältnissen. Seid ihr mit Aufkreuzen nicht sicher, dann geht diesmal nicht surfen oder wählt einen Strand, wo Side- oder Onshore herrscht. Im Falle, dass ihr abgetrieben seid, überlegt nicht zu lange sondern paddelt genau gegen den Wind wie ihr es gelernt habt. Im Notfall löst das Rigg vom Brett und paddelt nur mit dem Brett zurück. Verlasst NIE das Brett!
8) Krampf
Um einen Krampf zu verhindern empfehlen wir vor dem Surfen sich etwas aufzuwärmen und die Muskeln zu dehnen / Stretchübungen. Tritt ein Krampf dennoch auf, dann mit SIcherheit im falschen Moment. Auch hier gilt, verlasst NIE das Board. Legt euch darauf und dehnt den Muskel. Es ist nicht einfach sich auf dem Brett im sitzen oder liegen zu entspannen währent das Brett schaukelt. Deshalb muss man kurz auf die Zähne beissen, doch bald wird die kleine Tragödie vorbeisein.
CHUCK SURF Tipps
-Surft nicht alleine, wählt wenn möglich ein Surfmekka
-nehmt 1 bis 3 Meter Reservetampen mit wenn ihr weit raus surft
-achtet auf die Wettersituation und Wassersportler auf dem Wasser
-meidet Offshore Wind
-verlasst in Notsituationen nie euer Board, dies ist eure Schwimmhilfe
-seid immer hilfsbereit damit auch ihr Hilfe kriegt wenn Ihr sie benötigt
-lest die leeren Bierflaschen auf wenn Ihr welche findet
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